• saltysugar

Schicksal...?!

Aktualisiert: Feb 25

Ein Unfall. Ein Lottogewinn. Ein Erdbeben. Seinen Seelenverwandten treffen. Einen geliebten Menschen verlieren.


Zur falschen Zeit am falschen Ort oder genau im richtigen Moment da, wo man sein sollte.


Ist es ein wahnsinnig glücklicher Zufall, wenn man ein Flugzeug verpasst, das verunglückt? Verdankt man es seinem Schutzengel, wenn man einen Autounfall unbeschadet übersteht?


Oder gehört all dies zu unserem Schicksal?


Was ist Schicksal eigentlich?

Als Schicksal wird eine Art höhere Macht begriffen, die ohne direktes menschliches Zutun das Leben einer Person entscheidend beeinflusst.

In der Mythologie entwickelte sich der Gedanke an das Schicksal als personifizierte Macht in Form von verschiedenen Schicksalsgottheiten (Quelle: Wikipedia).



Da mag die Frage naheliegen, ob es einen wesentlichen Unterschied zwischen Gott und dem Schicksal gibt oder ob beides untrennbar miteinander verbunden ist. Bestimmt Gott unser Schicksal oder ist das Schicksal Gott? Auch wer nicht religiös ist wird sich bestimmt schon einmal gefragt haben, ob all diesen schicksalshaften Ereignissen eine höhere Macht zugrunde liegt...?


Und natürlich die Kernfrage in diesem Zusammenhang: Gibt es überhaupt ein "selbst bestimmtes" Leben? Oder steht unsere Geschichte bereits geschrieben?

Können wir durch unser Verhalten unser Schicksal beeinflussen? Denn mal ehrlich, warum sollten wir uns Mühe geben, ein guter Mensch zu sein, uns gesund zu ernähren, Sport zu treiben und so weiter, wenn wir wüssten, dass es unser vorherbestimmtes Schicksal ist, an einer schlimmen Krankheit dahinzusiechen?



Kann man gar behaupten, dass es eine bestimmte Sorte Mensch ist, die an das Schicksal glaubt? Vielleicht diejenigen, die nicht gerne selbst Entscheidungen treffen und die Verantwortung für sich und ihr Leben lieber "in fremde Hände legen"?

Aber auch viele Menschen, die sich sicher sind, dass sie über ihr Leben selbst bestimmen und somit nicht an Schicksal glauben, sprechen - wenn ihnen etwas Schlimmes widerfährt - von einem Schicksalsschlag.

Warum ist das so? Warum glauben wir, dass alles Gute in unserem Leben, der Erfolg, den wir haben und die Ziele, die wir erreichen, selbst erarbeitet sind, während tragische Ereignisse oder Misserfolge Schicksal sein müssen?


Das Schicksal mischt die Karten - und wir spielen. ~Arthur Schopenhauer~

Diese Haltung scheint völlig natürlich. Schliesslich wird einem im Leben doch nichts geschenkt und wer wird schon von sich selbst behaupten, dass er schlimme Dinge (wie Schicksalsschläge) verdient hat? Sowas trifft doch immer nur die anderen. Aber wenn du es nicht bist, ist dieser "andere" vielleicht dein Partner, ein Elternteil, ein Freund. Wie oft haben wir schon jemanden sagen hören "das hat er/sie wirklich nicht verdient. Es trifft immer den/die Falschen…".

Ist es nicht anmassend, dass wir uns erlauben zu werten, wer was verdient oder nicht verdient hat?

Bei dem Versuch Sinn und Unsinn in all dem Guten und Schlechten, das den Menschen jeden Tag widerfährt, zu erkennen, wird wahrscheinlcih jeder Normalsterbliche früher oder später an seine emotionalen Grenzen stossen.


Das Beste ist es wohl, dass wir nicht wissen, was uns in unserem Leben noch bevorsteht.

Nur eines scheint einer verlässlichen Ordnung zu folgen: Auf jeden Regenschauer folgt irgendwann die Sonne, für jede Tür, die sich schliesst, wird sich eine andere öffnen und für jede Person, die uns verlässt, wird ein anderer, einzigartiger Mensch in unser Leben treten.


Ob wir nun an das Schicksal, an eine Gottheit, an Karma oder ein anderes kosmisches Gesetz glauben - jeder einzelne von uns hat seine ganz eigene, persönliche Geschichte, ob sie nun schon geschrieben steht oder nicht. Und im besten Fall bekommen wir jeden Tag von Neuem die Möglichkeit, das bestmögliche Ende für sie zu kreieren.


©2019 by saltysugar

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