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Warum Food-Messen immer beliebter werden

Frische Garnelen mit einem Hauch Knoblauch von der spanischen Küste, französischer Camembert auf ofenwarmen Baguette, ein starker italienischer Espresso, anschliessend natives Olivenöl und Feta aus Griechenland, bevor die Reise mit einer Weinprobe in Sizilien endet.

Was kling wie eine 3-wöchige Mittelmeerkreuzfahrt spielt sich in Wahrheit in einer Halle mitten in Deutschland ab.


Food-Messen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Nicht ohne Grund: Wo sonst kann man in kürzester Zeit zu Fuss eine kulinarische Reise durch die halbe Welt erleben?


Bereits beim Betreten einer solchen Messehalle, taucht man in eine andere Welt ein. Allerlei Gerüche hüllen einen ein, frische, bunte Lebensmittel, soweit das Auge reicht. Wer glaubt, schon alles gesehen zu haben, wird hier eines Besseren belehrt:

Jeder einzelne Messestand ist ein authentischer Vertreter eines anderen Landes mit seinen eigenen, unverkennbaren Spezialitäten. Meeresfrüchte, Gewürze, Schokolade, Käse und Gemüse, roh, gekocht, zum Probieren oder Kauf bereit.


Ob frisch oder konserviert, regional oder international, auf jeden Fall direkt vom Händler. Detaillierte Produktinformationen gibt es vom Hersteller oder Importeur gleich vor Ort.


Essen ist längst sehr viel mehr als simple Nahrungsaufnahme, um unseren Körper bei Kräften zu halten, sondern es ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der heute so hochgepriesenen "Work-Life-Balance" geworden. Slow-Food (sich Zeit nehmen für das Essen) und Soul-Food (Essen, das der Seele gut tut) sind keine Trenderscheinungen mehr, sondern haben sich als fixe Foodkonzepte etabliert.

Essen verbindet - über alle Grenzen und Kulturen hinweg. Essen verbindet Menschen, auch wenn sie keine gemeinsame Sprache sprechen. In allen Ländern dieser Erde kommen Menschen zusammen, um gemeinsam zu essen. Es ist ein Moment der Gemeinschaft, der Einkehr, des Austauschs.



Der schnellste und einfachste Weg, sich einer fremden Kultur anzunähern, ist, sich auf die fremde Küche einzulassen. Schon Seefahrer, die als Entdecker die Welt bereisten, haben von ihren Reisen in ferne Länder Gewürze und unbekannte Speisen mitgebracht, um die in der Heimatgebliebenen an ihren Erkundungen teilhaben zu lassen.

Heute müssen wir nicht mehr zwingend selbst um den Erdball reisen, um exotische Geschmäcker geniessen zu können:

Eine Food-Messe wie zum Beispiel Anuga in Köln lässt kaum einen Kulinarik-Wunsch offen. Sie gilt als eine der grössten Lebensmittelmessen in Deutschland mit bis zu 165'000 Besuchern pro Messe und bietet Spezialitäten aus allen Herrenländern zum Probieren und Kaufen an. Auch die FoodUP Messe in Hamburg, welche im Oktober 2020 ihr Debüt feiert, lässt mit über 80 Ausstellern aus ganz Europaauf gut 1'800 m2 Messegelände Geniesser-Herzen höherschlagen.



Die Möglichkeit des direkten Austauschs mit den Herstellern und Importeuren der Produkte, machen solche Veranstaltungen immer beliebter. So verzeichnet auch die bekannte Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung OLMA ein jährliches Besucherwachstum.


Gerade heute, in einer Welt, in der alles immer schnelllebiger wird und die Digitalisierung den direkten zwischenmenschlichen Kontakt immer weiter zu reduzieren scheint, besinnen sich immer mehr Menschen auf das Ursprüngliche, das Natürliche und das Miteinander des Essens.

Vor allem junge Leute scheinen ein besonderes Bewusstsein für Lebensmittel und Ernährung zu entwickeln, das über moderne Foodtrends hinausgeht. Instagram und Foodblogs boomen, der Genuss steht im Zentrum, das Auge isst mit.


Aber egal wie alt wir sind: Wir wollen (wieder) wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen, Bio und Nachhaltigkeit sind heute wichtiger denn je.


Essen ist ein Bedürfnis - Geniessen eine Kunst. ~ La Rochefoucauld ~

Nun, wo sonst könnte man sich besser von der Qualität der angebotenen Lebensmittel überzeugen und über deren Ursprung informieren als an einer Fachmesse für Lebensmittel?


Food-Messen entwickeln sich zu sehr viel mehr als nur einem "netten Zeitvertreib mit Verpflegungs-und Einkaufsmöglichkeit". Sie werden je länger je mehr zu einem Ort des Zusammenkommens, des Austausch und natürlich der puren Freude daran, sich durch die schiere Vielfalt an Düften, Geschmäckern und unbekannten Speisen berauschen lassen. Die Möglichkeit, die Produkte gleich vor Ort kaufen zu können inkl. fachmännischer Anleitung zur Lagerung und Zubereitung runden den Messebesuch ab.



Selbst wer kulinarischen Neuheiten und Koch-Experimenten gegenüber eher skeptisch eingestellt ist, findet mit Sicherheit etwas, das ihm schmeckt. Ein Besuch lohnt sich alle mal. Für wenig Geld hat man die Möglichkeit, spannende kulinarische Erfahrungen zu machen, ganz ohne in ein Flugzeug zu steigen.


Ganz nach dem Motto: Probieren geht über studieren!

Wer die Welt der Food-Messen einmal betreten hat, wird sie so schnell nicht wieder verlassen wollen.


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